Auch ein SEO grillt schon mal.

Geschrieben am Mai1. Mai 2011 in Allgemein, Grillen von Martin

Wie üblich hatte ich mir am Freitag beim örtlichen Fleischerfachgeschäft ein schönes Steak fürs Wochenende geholt, diesmal waren es ca. 500g feinstes Rinderfilet. Bei dem schönen Wetter am Samstag hatte ich mir gedacht das Fleisch zu marinieren und zu grillen anstatt es als Steak in die Pfanne zu hauen. Also schnell die fehlenden Zutaten, in diesem Fall die frischen Kräuter, besorgt und losgelegt.

Die Zutaten

Zutaten für lecker mariniertes Grillfleisch

Zutaten für lecker mariniertes Grillfleisch

Man braucht neben dem Fleisch nicht viele Zutaten für lecker mariniertes Grillfleisch: Olivenöl, Essig, etwas Wasser, Knoblauch, grobes Salz, schwarzer Pfeffer, Chillieflocken und ein paar Kräuter, ich habe ca. 80g glatte Petersilie und 15g Minze genommen. Leider war hier im Ort am Samstag Nachmittag kein frischer Koriander zu bekommen, so habe ich entsprechend mehr Petersilie genommen. Ansonsten hätte ich die Hälfte der Petersilie durch Koriander ersetzt.

Die Marinade fürs Grillfleisch

Als erstes werden die Käuter gewaschen, vom Stiel abgezupft und in einer Küchenmaschine zusammen mit 3 Knoblauchzehen zerkleinert.

Die Kräuter vor dem Zerkleinern in der Küchenmaschine

Die Kräuter vor dem Zerkleinern in der Küchenmaschine

Die selben Kräuter nach dem Zerkleinern

Die selben Kräuter nach dem Zerkleinern

Nun wird noch ca 120 ml Olivenöl, 40 ml kaltes Wasser, ca 30 ml weißer Essig, ein halber Teelöffel grobes Salz und je 1/4 Teelöffel schwarzer Pfeffer und Chilliflocken hinzugefügt und durchgemixt bis die Marinade leicht andickt. Danach abschmecken und ggf. nachwürzen, und schon haben wir eine leckere Kräutermarinade.

die fertige Marinade

die fertige Marinade

Das Fleisch

WIe bereits erwähnt hatte ich mir ein schönes 500g Stück Rinderfilet, richtig schön abgehangen, besorgt. Wenn ich so hochwertiges Fleisch haben möchte, gehe ich nur noch zum örtlichen Fleischerfachgeschäft, da ist die Qualität wesentlich besser als an den Fleischtheken in den Supermärkten. Aber diese gute Qualität spiegelt sich nicht im Preis wieder, der ist vergleichbar oder teilweise geringer als im Supermarkt.

ein schönes Stück Rinderfilet, könnte man auch problemlos als Steak zubereiten

ein schönes Stück Rinderfilet, könnte man auch problemlos als Steak zubereiten

Das Rinderfilet schneide ich dann entlang der Fasern in mehrere Scheiben, in diesem Fall 5 Scheiben da der Durchmesser des Rinderfilet doch recht groß ist.

das Grillfleisch in Scheiben geschnitten

das Grillfleisch in Scheiben geschnitten

Normalerweise sagt man das Fleisch entgegen der Faser geschnitten werden soll damit es zarter ist, aber das ich in diesem Fall das Fleisch entlang der Faser schneide macht nichts. Erstens ist gereiftes Rinderfilet eh extrem zart und zusätzlich werden die Fleischscheiben auch noch mit der glatten Seite eines Holzhammers auf etwa 5mm Dicke plattgekloppt. Alleine diese mechanische Bearbeitung macht es dann auch wieder richtig zart.

Mal als Vergleich: plattgekloppte und unbearbeitete Fleischscheibe

Mal als Vergleich: plattgekloppte und unbearbeitete Fleischscheibe

Jetzt noch das Fleisch von beiden Seiten marinieren und 30 - 60 Minuten ziehen lassen.

Der Grill

Nun war also der Zeitpunkt gekommen den Holzkohlegrill anzuwerfen. Ich habe ja einen “Son of Hibachi” Grill, mir ist noch kein praktischerer Grill begegnet. Zugeklappt wirkt er als Anzündkamin und so kann man später auch die Grillroste wieder sauberbrennen. Zudem hat er eine isolierte Transporttasche die man als Unterlage verwenden kann und in die man ihn auch direkt nach dem Sauberbrennen noch heiß einpacken kann, so erstickt die Glut und unverbrannte Grillkohle kann beim nächsten Grillabend weiterverwendet werden.

Also den Grill aufgebaut, mit Grillkohle aufgefüllt, Grillanzünder an den beiden Innenseiten der Brennkammern gelegt und anzünden, den Grill zuklappen um die ganze Grillkohle schnell zu entzünden.

Grill an der Innenseite der Brennkammern anzünden und zuklappen

Grill an der Innenseite der Brennkammern anzünden und zuklappen

Durch das zuklappen nach dem Anzünden entsteht ein Anzündkamin, die Flammen entzünden von unten recht schnell die gesamte Grillkohle.

zugeklappter Grill als Anzündkamin

zugeklappter Grill als Anzündkamin

Wichtig ist das die Ascheschublade unten leicht geöffnet ist und der Schieber oben auf ist. Wenn beides zu ist bekommt die Grillkohle keine Luft mehr und erlischt.  Der Schieber ist später auch zum justieren der Grillroste verwendbar, man kann diese schön mit ihm greifen und in der Höhe verstellen.

Ein Blick von oben in den Anzündkamin

Ein Blick von oben in den Anzündkamin

Sobald die Grillkohle richtig schön glüht, kann man den Son of Hibachi Grill wieder auseinanderklappen, die Grillroste auf die richtige Höhe einstellen, die Roste mit einer Grillbürste reinigen und einölen. Zum Einölen kann man sehr gut ein Stück Fett vom Grillfleisch verwenden, einfach mit der Grillzange greifen und über die Roste wischen, durch die Hitze schmizt das Fett und ölt so die Grillroste perfekt ein. Falls man kein Stück Fett hat, nimmt man einfach etwas Öl und einen Pinsel. Aber hier sollte man ein Öl verwenden das einen hohen Flammpunkt hat. Rapsöl oder Sonnenblumenöl sind sehr gut geeignet während z.B. Olivenöl direkt beim Kontakt mit den Grillrosten verdampft, also nichts bringt. Gerade bei magerem Fleisch ist das Einölen sehr wichtig ansonsten brennt das Fleisch am Grillrost fest. Recht fettiges Schweinefleisch sondert so viel Fett ab das man hier auf das Einölen verzichten kann.

Und jetzt wird gegrillt

Dann ist es also soweit, das marinierte Grillfleisch kommt auf den Grill.

Es wird gegrillt

Es wird gegrillt

Das marinierte Grillfleisch von beiden Seiten ca. 2 bis max. 3 Minuten grillen und dann genießen. Das Fleisch ist sehr zart und saftig, ein wahrer Genuß.

Auch das Bier darf natürlich nicht fehlen

Auch das Bier darf natürlich nicht fehlen

Natürlich gehört auch Bier zum Grillen, nicht nur weil es schmeckt, sondern auch weil Bier die Nitrosamine, die durch runtertropfendes und verdampfendes Fett entstehen, im Magen teilweise neutralisiert.

Fazit

Es war ein gelungener Grillabend und das Fleisch sehr lecker!

Und wenn sich jetzt jemand fragt warum ich nicht direkt mariniertes Fleisch kaufe, da kann ich nur sagen wegen der Qualität. Ich glaube auch nicht das irgendwo so zubereitetes Rinderfilet fertig mariniert angeboten wird, dazu ist dies Fleisch einfach zu hochwertig und zu teuer. Und wenn ich selber mariniere weis ich was alles drin ist und stelle so eben auch sicher das keine künstlichen Geschmacksverstärker etc enthalten sind.

4 Kommentare zu 'Auch ein SEO grillt schon mal.'

Kommentare als RSS or TrackBack to 'Auch ein SEO grillt schon mal.'.

  1. # Kommentar von sx06050
    am 1. Mai 2011 um 17:45 Uhr.

    Lecker, lecker - obwohl du es doch wieder entlang der Faser geschnitten hast. Der Ratschlag von Schnipsel und mir hat alles nix geholfen. Ok, bei dem feinen Fleisch ist es ja nicht so schlimm. Hättest aber nen A/B Test machen können, einmal entlang und einmal gegen die Faser. -> Hättest aber nen größeres Stück Fleisch gebraucht.
    Übrigens: Ich hab jetzt irgendwie Hunger und ich wil so nen großes Bier. Als Straubinger (Niederbayern) kennt man allerdings solche vernünftigen Krüge. :)

  2. # Kommentar von Volkan Africa
    am 10. Mai 2011 um 09:48 Uhr.

    Kleiner Tipp noch zu deiner Marinade: Um zu vermeiden, dass die Kräuter bitter schmecken, darf man sie nicht zu lange mit der Küchenmaschine quälen. Immer gerade so lange, wir nötig, um sie zu zerkleinern. Im Zweifel lieber etwas grober lassen.

    Ansonsten sieht’s lecker aus. Guten Appetit :-)

  3. # Kommentar von Alex
    am 10. Mai 2011 um 22:48 Uhr.

    Da mein alter Weber-Grill langsam den Geist aufgibt, weiß ich jetzt auf jeden Fall was als nächstes angeschafft wird! Danke für die tolle Doku. Hätte ich nicht eben gegessen, wär ich jetzt bestimmt richtig hungrig auf so ein Steak + Bier :)

  4. # Kommentar von Martin
    am 11. Mai 2011 um 11:33 Uhr.

    Hallo Alex,

    wenn du Platz hast zuhause einen grill auf Terasse oder im Garten zu stellen, sollteste dir ggf. mal nen Smoker ansehen, da haste dann wesentlich mehr Möglichkeiten mit. Wenn es eher ein Reisegrill sein soll, kann ich den “Son of Hibachi” nur empfehlen. Nachteil ist eben das er nur fürs direkte Grillen geeignet ist, während mit einem Smoker zusätzlich das indirekte Grillen und das smoken möglich ist.

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